[:de]Das Körpergefühl verbessern – Peace Dancers Adventskalender: 22. Dezember 2015[:en]Peace Dancers Adventskalender: 23. Dezember 2015[:]

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Hast du dich auch schon Mal gefragt, wieso manche Leute eine neue Choreo super schnell lernen – selbst Übungen und Bewegungen, die komplett neu sind, und du selbst irgendwie immer länger brauchst? Keine Sorge, das ist ganz normal und vieles kommt ganz einfach mit der Erfahrung: je länger du tanzt, desto mehr wirst du deine Bewegungen kontrollieren können und desto schneller kannst du auch neue, unbekannte Bewegungsabläufe lernen. Die entscheidende Fähigkeit dabei: das Körpergefühl. Wer eine ganz genaue Wahrnehmung über den eigenen Körper hat, kann Bewegungen kontrolliert und exakt ausführen. Ein gutes Körpergefühl ermöglicht es dir, neue und komplexe Bewegungsabläufe schnell zu erlernen. Denn wenn du zu jeder Zeit weißt, was deine Arme gerade machen, wo deine Füße sind und ob deine Beine gestreckt sind, kannst du sie kontrollieren – und genau das hilft uns, neue Choreos super schnell zu verstehen und umzusetzen.

In diesem Artikel verrate ich dir, was du machen musst, um dein Körpergefühl zu verbessern und neue Choreos ganz schnell erlernen zu können 🙂

Mit ein paar einfachen kleinen Tricks kannst du dein Körpergefühl und deine Koordination nämlich ganz easy und entspannt auf ein anderes Level bringen.

 

Also los geht’s: hier ein paar Tipps, um dein Körpergefühl zu verbessern.

  1. Erstmal was entspanntes: Sorge dafür, dass du ungestört bist (anfangs ist es sonst suuuper schwierig, sich irgendwie zu konzentrieren…) Lege dich ausgestreckt und gemütlich hin und entspanne dich. Scanne deinen Körper durch und achte ganz bewusst darauf, wie sich dein Körper anfühlt: in welcher Position liegen deine Füße da? Deine Beine? Wie fühlen sich deine Füße an, wenn du sie durchstreckst? Wenn du sie anziehst? Gehe so Stück für Stück deinen ganzen Körper durch. Fühle ganz genau hinein in einzelne Muskeln, in jeden Wirbel, in jedes Gelenk einzeln. Wie fühlt es sich an, wenn du es streckst? Wie fühlt es sich an, wenn du es maximal anwinkelst?
  2. Spieglein, Spieglein…: Sehr hilfreich ist es, eine solche Übung vor dem Spiegel zu machen: versuche, deine Arme exakt waagerecht zu halten und überprüfe danach mit einem Blick in den Spiegel, ob dein Gefühl stimmte. Korrigiere deine Haltung und spüre ganz deutlich, wie sich deine Arme jetzt anfühlen.
  3. Move your body: Später kannst du an deinem Körpergefühl in der Bewegung arbeiten: streck zum Beispiel dein Bein komplett durch und spüre ganz genau hinein. Bewege es nun hin und her und überprüfe, ob es die ganze Zeit durchgestreckt bleibt.
  4. Next level: bewege dein Bein hinter dir – oft knickt es sich dann ein, wo man es nunmal nicht sehen kann 😉 Das gleich gilt für alle Positionen, in denen die „ganz normale Orientierung“ aufgehoben ist: zum Beispiel, wenn man Kopfüber im Handstand ist: plötzlich ist es super schwierig, zu spüren, ob die Wirbelsäule gerade oder im Hohlkreuz ist. Oder, wenn man das Bein nach hinten hoch schwingt: ist es wirklich noch ganz gestreckt? Sei kreativ und mach dich an Übungen, in denen du nicht einfach nur einen Blick zur Seite werfen musst, um zu überprüfen, ob alles an Ort und Stelle ist. Ein paar Anregungen: Kopfstand, Handstand, Radschlag, Brücke (mit angehobenem Bein oder Arm), die Arme hinter dem Rücken verkreuzen… ich bin sicher, dir fällt noch mehr ein!
  5. Alles öde? Übe jederzeit an jedem Ort! Du sitzt gerade im Bus, wartest auf die Bahn oder hast eine unfassbar öde Vorlesung? 😉 Dann fühl doch mal rein: stehst du wirklich gerade. Oder hängen die Schultern da nicht ein wenig? Ist der Nacken locker und entspannt, kannst du deinen Kopf frei bewegen? Oder spannt da nicht noch ein Muskel an? Auch eine super Übung, um dich zwischendurch zu entspannen 🙂
  6. Nutze die Dehnübungen beim ganz normalen Tanztraining: dazu mehr im nächsten Absatz.

 

Mit meinen Übungen zur Verbesserung des Körperempfindes und mentalem Training wirst du bald ein sehr feines Gespür für deinen Körper haben und neue Choreos ganz schnell lernen 🙂 Allerdings: von nichts kommt nichts. Auch für diese Übungen gilt, dass du sie regelmäßig machen musst und über einen bestimmten Zeitraum. Am besten, du baust sie fest in dein ganz normales Training ein. Eine gute Möglichkeit dafür sind die Dehnübungen, die sowieso zu jedem Tanztraining fest dazugehören sollten.

Solange man sich dessen bewusst ist, dass man ein krummes Bein hat oder einen schiefen Arm, ist das überhaupt kein Problem: denn solange man das weiß, weiß man auch, wie man es zu korrigieren hat. Das verlangt aber ein hohes Maß an Körpergefühl und Körperbewusstsein. Und das zu trainieren lohnt sich in jedem Falle: Wenn du genau weißt, wann dein Arm gestreckt ist, wann dein Fuß in der richtigen Position ist, wie du deinen Kopf bewegen musst – dann kannst du super schnell neue Choreos lernen, du bist nicht aufgeschmissen, wenn du mal eine Weile keinen Spiegel zum trainieren hast, und du kannst Verletzungen vorbeugen.

Das Körpergefühl zu trainieren ist eine gute Voraussetzung, um mit mentalem Training erfolgreich besser zu werden. Eine kleine Einführung in mentales Training kannst du hier finden.

 

Deine Malin

PS.: Diese beiden Mönche waren in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, unterwegs. Überhaupt hat man da öfters mal Mönche gesehen – stilecht mit Smartphone und Luxuskarosse 😉 Ich fand den Kontrast zwischen der dreckigen Stadt und diesen leuchtende Farben der Mönchskutten so schön und irgendwie faszinierend. Wann sieht man schon in Deutschland Mönche einfach so durch die Stadt flanieren? ;)[:]

2 thoughts on “[:de]Das Körpergefühl verbessern – Peace Dancers Adventskalender: 22. Dezember 2015[:en]Peace Dancers Adventskalender: 23. Dezember 2015[:]

  1. Hey Peacedancers, ein toller Artikel darüber wie man das Körpergefühl beim Tanzen verbessern kann. Ich denke auch dass ein Spiegel besonders wichtig ist um Fortschritte zu machen. Aber noch hilfreicher kann es sein, mit einem Tanzpartner zu trainieren. So kann man sich gegenseitig verbessern und noch schneller zum Ziel kommen, denn manchmal macht der Tanzpartner Dinge besser und dadurch dass man sich austauscht lernen beide schneller.

    1. Hey, oooh man sorry für meine super späte Antwort. Aber: besser spät als nie! 😉

      Du hast natürlich Recht, wen man jemanden hat, der einen verbessert, dann kommt man noch schneller voran.
      Und außerdem macht es natürlich einfach mega Spaß, mit einem Freund zu trainieren 🙂

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