[:de]Qi-Gong: ein paar schnelle Übungen für mehr Energie und: wie du die Klausurenphase besser überstehst[:]

[:de]Qi-Gong ist eine einfache Möglichkeit, sich und seine Seele mit Energie zu versorgen. Man kann dazu beitragen, sich selbst zu heilen, indem man dem Organ, das gerade etwas Hilfe benötigt, liebevoll eine Extra-Ladung Lebensenergie, also Chi oder Qi schickt. Und Qi-Gong ist eine gute Möglichkeit, in stressigen Zeiten immer genügend Energie zur Verfügung zu haben und zu verhindern, dass man nach der Klausurenphase völlig ausgebrannt ist und das Bedürfnis hat, erstmal ein halbes Jahr Urlaub zu machen.

Mein Bruder macht nun bald sein Examen zum Physiotherapeuten – und da ich ihm ohnehin von Qi-Gong erzählen wollte, kam ich auf die Idee, einen Blogpost für euch alle zu verfassen.

Ich habe nie wirklich Qi-Gong gelernt, wenn man von einem einstündigen Workshop einmal absieht, mögen mir also all die professionellen Qi-Gong Lehrer und Profis verzeihen für meine höchst unqualifizierte, jedoch in der Praxis erprobte und für gut befundene Technik.

Die Grundidee ist, dass alles um uns herum Qi, Chi oder Lebensenergie ist. Das Universum ist voll von all dem Qi, es ist überall: Essen, Luft, unser Körper, Geld: das alles sind Formen von Qi. Wenn wir zu wenig Qi haben, werden wir krank, und wenn wir schließlich gar kein Qi mehr in unserem Körper haben, sterben wir. Vieles, was wir in unserem Leben tun, verbraucht Qi bzw. sorgt dafür, dass wir es verlieren. Ein Punkt dabei ist, wenn wir nicht im Hier und Jetzt, sondern in Gedanken immer schon einen Schritt voraus sind. Der Gedanke dahinter geht davon aus, dass die Energie, also das Qi, der Aufmerksamkeit folgt. Wenn ich also in Gedanken immer schon drei Wochen voraus bin, ist das Qi eben auch nicht im Hier und Jetzt, wo mein Körper aber gerade ist. Eins meiner Lieblingszitate stammt von einem meiner Lieblingsautoren und einer spannenden Person:

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. – Thorsten Havener

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf dein innerstes lenkst, wird das Qi deiner Aufmerksamkeit in dein inneres hinein folgen – also dorthin, wo du das Qi haben möchtest. Wenn du ein Organ hast, das immer wieder krank wird, dann richte deine Aufmerksamkeit auf die Heilung dieses Organs und schicke ihm liebevoll heilendes Qi. Konzentriere dich nicht auf die Krankheit selbst, denn damit gibst du ihr mehr Energie. Allerdings heißt das nicht, dass du die Krankheit ignorieren sollst. Richte nur deine Hauptaufmerksamkeit auf die Heilung, damit auch die Energie in die Heilung fließen kann.

Qi ist grundsätzlich nicht gut oder schlecht. Es wird erst dadurch gut oder schlecht, dass wir etwas bestimmtes mit ihm machen oder über es denken. Geld ist beispielsweise auch nur eine neutrale Form der Energie – und pauschal erstmal weder gut noch schlecht. Wir können uns mit Geld viele schöne Dinge leisten, wie zum Beispiel ein Stück Regenwald retten, uns eine Massage gönnen oder ein soziales Projekt unterstützen. Oder wir können es durch unsere Auswahl beim Einkaufen den Firmen geben, die Tierversuche machen, Kinder ihre Produkte nähen lassen oder Arbeitsunfälle vertuschen. Aber das Geld an sich ist neutral. Qi ist einfach da und du kannst es für alles mögliche Gute verwenden 🙂

Du kannst mit ein paar kurzen morgenlichen Qi-Gong-Übungen dafür sorgen, dass du gesund und voller Energie bist – auch, wenn du gerade eine etwas stressige Phase hast. Am wichtigsten, damit du mit Qi-Gong wirklich etwas bewirken willst: nicht so schnell aufgeben. Vielleicht ein, zwei Wochen herumexperimentieren, bevor du sagst, dass dieser esoterische Quatsch nichts für dich ist.

 

Also, hier noch einmal die wesentlichen Grundsätze:

  1. Alles um uns herum besteht aus Qi, also Lebensenergie: Qi ist sehr häufig.
  2. Qi folgt deiner Aufmerksamkeit.
  3. Qi ist neutral. Nutze es für schöne Dinge – oder für schlechte, es liegt bei dir.

 

Und jetzt lass uns anfangen mit den Übungen:

  1. Lass die Oberarme relativ entspannt herunterhängen und winkele die Ellenbogen zu etwa 90° an, sodass deine Unterarme nach vorne und deine Handflächen zueinander zeigen. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Hände und spüre in sie hinein. Bewege deine Handflächen nun langsam aufeinander zu und führe sie dann wieder auseinander. Was nimmst du in deinen Händen wahr? Bei den ersten Versuchen merkt man vielleicht noch nicht ganz so viel, probiere also ein paar Mal hin und her. Ich spüre oft eine Art leichtes Kribbeln zwischen den Händen und irgendwie fühlt es sich so an, als wäre da etwas zwischen meinen Handflächen. Das, was man da spüren kann, ist das Qi.
  2. Stell dich hin und halte deine Arme so, als ob du einen riesigen Ball oder einen Krug vor dir halten würdest. Stelle dir dann vor, wie du in alle Richtungen wächst. Du spürst, wie sich dein Körper in alle Richtungen ausdehnt, du wächst in den Himmel hinein bis ins Universum und auch dort wächst du noch weiter, um überall ganz viel Qi einzusammeln. Nach ein paar Minuten bringst du deine Aufmerksamkeit mit samt dem Qi zurück in den Ball bzw. den Krug zwischen deinen Händen. Du spürst, wie gigantische Mengen an Qi zwischen deinen Händen zusammen kommen.
  3. Gieße das Qi nun in deinen Körper, indem du den Krug über deinen Kopf hebst und seinen Inhalt dann in deinen Körper hineinfließen lässt und zusätzlich mit den Händen etwas nachschiebst. Gehe mit deinen Händen an deinem Körper entlang und spüre, wie sich das Qi in deinem Körper verteilt: es fließt deine Wirbelsäule entlang, es verteilt sich in deinen Armen und fließt bis in die Fingerspitzen, es füllt deinen Bauch und den Rücken komplett aus und fließt schließlich in die Beine bis in die Zehenspitzen. Du musst deinen Körper nicht berühren: kannst du das Qi spüren, wenn du mit der Hand in einem kleinen Abstand über deine Arme und Beine fährst?
  4. Wenn du magst und es dir gut tut, klopfe das Qi in deinen Körper hinein, indem du dich am ganzen Körper sanft abklopfst und dir vorstellst, wie du mit Energie gefüllt wirst.
  5. Wiederhole diesen Vorgang ein paar Mal: fülle jedes Mal wieder den Krug und gieße das Qi in deinen Körper. Schenke besonders deinem Herzen ganz viel Qi. Kümmere dich liebevoll um Organe, die viel leisten und die eine Extraportion Energie gebrauchen können. Danke deinem Körper, dass er jeden Tag sein bestes gibt – denn ganz unabhängig von deiner Gesundheit tut er das 🙂
  6. Wie so oft gilt auch hier: regelmäßiges Üben tut Not. Außerdem ist wichtig, dass du die Übungen machst, BEVOR du dich krank, schlapp und ausgelaugt fühlst. Denn dann hast du ja bereits sehr viel weniger Energie, als du eigentlich benötigst. Ring dich also durch und übe jeden Morgen für ein paar Minuten. Es dauert wirklich nicht lange und kann dich weit bringen 🙂 Stell dir vor, du fühlst dich nach einer Klausurenphase nicht müde und leer, sondern entspannt, glücklich und frei 🙂

 

Ich freue mich über Fragen, Anregungen und weitere Kommentare und vor Allem viel Erfolg mit deinen Qi-Gong-Übungen 🙂

 

Deine Malin[:]

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